Pressefreiheit - Ein Kommentar
Unsere Redaktion hat sich lange überlegt, ob wir den Lapsus von Frau Gosson - Redakteurin der Nürtinger Zeitung - unkommentiert lassen sollen. Am 20. Januar erschien in der NTZ eine komplette Seite über die Jugend/Jugendarbeit in Neckartailfingen. Hier war unter anderem der nebenstehende Artikel abgedruckt.Es gab viel Unmut in den Reihen unserer Mitglieder, dass die Jugendarbeit mit den verbundenen Aktivitäten im Sängerbund vollständig vergessen wurde.
Und dies, nachdem ein paar Wochen vorher mit dem Adventssingen die Aktion "Licht der Hoffnung" der Nürtinger Zeitung mit unseren Kinder- und Jugendchören als Initiatoren gelaufen ist. Diese Veranstaltung läuft bereits seiten 7 Jahren für die Spendenaktion der NTZ und es wurden insgesamt doch erkleckliche Beträge eingenommen, welche hochoffiziell von Vorstand Wolfgang Kehrer und Bürgermeister Jens Timm persönlich bei der Nürtinger Zeitung übergeben wurden.
Da verwundert es schon, dass die Jugendarbeit im Sängerbund vollständig an der verantwortlichen Redakteurin vorbeigegangen sein soll. Eine von unserer Redaktion verfasste Protestnote per Email wurde erst am Tag der Veröffentlichung eines unabhängigen Leserbriefes von Emil Neuscheler von Frau Gosson wie folgt beantwortet:
"…der Sängerbund hat sich selbstverständlich nichts zuschulden kommen lassen und wurde auch nicht absichtlich ignoriert. Hier ist uns ein sehr bedauerliches Versehen unterlafen, das ich zu entschuldigen bitte. Selbstverständlich leistet der Sängerbund eine hevorragende Kinder- und Jugendarbeit in der viel ehrenamtliches Engagement steckt. So ist Ihr Unmut, wenn Sie nicht erwähnt werden, durchaus verständlich. Böse Absicht steckte aber nicht dahinter.
Ich hoffe, Sie bleiben uns dennoch als Leser gewogen…"
Nun ist es sehr löblich, wenn Frau Gosson sich für dieses Versehen beim Sängerbund entschuldigt, eine offizielle Berichtigung in der NTZ gab es nicht, was wir auch nicht gefordert hatten.
Was jedoch im Nachgang verwunderte, war die Tatsache, dass der Pressebericht über den tollen Gottesdienstauftritt unserer Young Generation und MAV erst auf mehrmalige Nachfrage und Intervention bei der NTZ-Redaktion mit einer Verspätung von zwei Wochen veröffentlicht wurde.
Wer denkt sich dabei etwas Böses? Unsere Redaktion erstmal nicht. Seltsam wird es erst dann, wenn man bei Recherchen über Gerüchte stolpert, dass dies einigen Gesangvereinen im regionalen Umfeld bei Berichten über ihre Jugendarbeit oder Jugendveranstaltungen ähnlich ergangenen sein soll.
Zieht man nun Querverweise der regionalen Gesangvereine mit der Liste der freien Redakteure der NTZ, könnte man schon ins Grübeln kommen.
Doch angetragene Gerüchte sind Schall und Rauch, und in diesem Falle vielleicht auch rein hypothetischer Natur, vielleicht sogar aus einer Neidsituation erwachsen. Darüber hinaus haben wir die Redakteure der NTZ bisher immer als absolut neutrale Berichterstatter erlebt, die den Vereinen der Region positiv gegenüber und zur Seite stehen.
Sollten diese Gerüchte jedoch ein gewisses Körnchen Wahrheit beinhalten, wäre der Gedanke an eine bewusste manipulative Diskreditierung der Jugendarbeit einzelner Vereine doch schockierend. In Zeiten, da Vereine und ihre ehrenamtlichen Mitglieder in verstärktem Maße die Jugendarbeit vorantreiben sollen und müssen, wäre sicherlich ein verstärktes Miteinander, als ein Gegenaneinder angebracht. Gute Jugendarbeit von Vereinen sollte für andere als Beispiel und Ansporn dienen. Missgunst oder Konkurrenzdenken ist hier völlig fehl am Platz.
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